
Annabell hatten wir aus unserem A-Wurf behalten, weil sie schon als Baby eine herrliche Schildpatt-Weiß-Verteilung und ein unerschütterliches Wesen hatte. Ihre schwarze "Banditen-Maske" fanden wir von Anfang an außergewöhnlich. Als sich dann zeigte, dass sie auch noch Smoke hat, waren wir erst recht begeistert. So stand für uns von Anfang an fest, dass wir sie behalten würden.
Annabell zog nach zwölf Wochen zu unserem Freund Michael, der sich sofort bereit dazu erklärt hatte, für sie die Patenschaft zu übernehmen. Schließlich war zu jener Zeit ihr Vater Carlos noch unser erster Zuchtkater und so waren wir tief erleichtert, dass Michael Annabell voll in sein Herz geschlossen hatte.
Sie entwickelte sich zu einer sehr typvollen Kätzin, die die Vorzüge beider Eltern mitbekommen hatte; eine kantige Schnauze, große Ohren, einen großen, kräftigen Körperbau und einen sehr langen, buschigen Schwanz.
Auch gesundheitlich machte uns Annabell nie Sorgen.
Besonders hervorzuheben war jedoch ihr äußerst liebes Wesen, mit dem sie nicht nur Angehörige und Freunde sondern auch Bekannte und Besucher jederzeit vereinnahmen konnte. Stets erntete sie Bewunderung, was uns alle zusätzlich sehr stolz machte.
Mit Michael wäre sie am liebsten in die Badewanne gestiegen, solch eine "Wasserratte" war sie. Wann und wo auch immer ein Wasserhahn aufgedreht wurde, stürmte sie direkt herbei und wartete geduldig auf die Gelegenheit, endlich ans geliebte Nass zu kommen.
Völlig unerwartet und quasi "aus heiterem Himmel" dann der Schock!
Nach der Geburt ihres zweiten Wurfes am 26. Juni 2005 ging es Annabell tags darauf nicht gut. Wir fuhren mit ihr sofort zum Tierarzt, da wir eine beginnende Eklampsie (ein lebensgefährlicher Kalziummangel der nach der Geburt auftreten kann) vermuteten. Nach der Versorgung verbesserte sich ihr Zustand allerdings nicht. Am nächsten morgen fuhren wir dann mit ihr in die Tierklinik, wo man sich nach eingehender Untersuchung zu einer Not-Operation entschloss, bei der ihr die Gebärmutter entfernt werden musste. Ihr Zustand verbesserte sich nur leicht und blieb kritisch, so dass wir nach zwei Tagen Klinikaufenthalt dann schließlich doch ihren Gang über die Regenbogenbrücke hinnehmen mussten.
"Wir trauern sehr um Dich, geliebte Annabell. Lass es Dir gut gehen und springe in Ewigkeit auf grünen Wiesen herum, dort, wo immer Frühling ist…"
- 18.03.2004:
- Anabell wurde in Duisburg von Dr. Kresken HCM und PKD negativ geschallt.
Annabells Stammbaumwerte sind:
| Inbreed: | 11,2% |
| Top 5: | 71,4% |
| Clones: | 23,4% |